Ex-Profi Hartenberger soll Hunsrücker Fußball-Talente in die Höhe führen - "Gesamtpaket stimmt" - A-Junioren sollen in die Regionalliga

Morbach. Mit Ex-Profi Uwe Hartenberger soll der Fußball-Nachwuchs in der Einheitsgemeinde Morbach und darüber hinaus einen neuen Aufschwung erfahren. Der 43-Jährige steigt offiziell zum 1. Juli als Jugendkoordinator der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Hunsrückhöhe ein, trainiert dann selbst die A-Junioren und wird darüber hinaus an der Integrierten Gesamtschule in Morbach als „Lehrfachkraft Fußball“ drei Mal die Woche die Nachwuchskicker fördern.
„Mein Ziel ist es, den Jungs vor Ort eine gute Möglichkeit zu bieten, sich fußballerisch weiter zu entwickeln. Profitieren sollen davon langfristig dann natürlich auch die Seniorenmannschaften des SV Morbach und der übrigen neun Vereine, die der JSG Hunsrückhöhe angeschlossen sind“, betont Uwe Hartenberger, dessen Engagaement zunächst auf ein Jahr befristet ist, aber längerfristig andauern soll.
Der frühere Bundesligaprofi von Bayer Uerdingen (1991-´93), der im Laufe seiner Stürmer-Karriere einst auch für den FC Reading in der zweiten englischen Liga und zum Ende bei der Trierer Eintracht spielte, stand schon im vergangenen Jahr mit Christoph Müller und Jörg Wahlen vom Vorstand des SV Morbach in Kontakt. Die durch den Weggang von Arno Michels 2009 entstandene Lücke auf der Position des Jugendkoordinators sollte da bereits geschlossen werden. „Es kam damals noch zu keiner Einigung. Mittlerweile stimmt das Gesamtpaket - auch, weil ich viele Jugendliche bereits nachmittags im Rahmen der Ganztagsschule an der IGS in Morbach betreuen kann. Außerdem gibt es hier mit derFirma Mettler einen starken Partner“, berichtet Hartenberger, im Hauptberuf weiterhin als Sportartikelhändler tätig.
Ihm ist nicht nur eine umfassende technische und taktische Ausbildung auf dem Platz wichtig. Hartenberger, weiterhin im 60 Kilometer entfernten Waldalgesheim wohnend, geht es auch um die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Spieler: „Das fängt damit an, dass man sich vor dem Training per Handschlag begrüßt und sich dabei in die Augen schaut. Respekt und Achtung sind für mich ganz wichtige Werte und können einen auch im Spiel enorm weiter bringen.“
Obwohl es für ihn erst Anfang nächsten Monats offiziell bei der JSG Hunsrückhöhe los geht, ist Hartenberger schon seit Wochen unterwegs, um die Weichen zu stellen. Inzwischen hat er auch einen Trainer für die Bezirksliga-C-Junioren gefunden: Das ist mit dem früheren Morbacher Rheinlandligaspieler Martin Dawitschek ein Altbekannter. Die künftig von Andreas Kneppel betreuten B-Junioren sollen nach Vorstellung Hartenbergers binnen zwei Jahren den „Betriebsunfall Rheinlandliga-Abstieg“ beheben. Mit der weiterhin in der Rheinlandliga angesiedelten A-Jugend will er mittelfristig in die Regionalliga aufsteigen. Da dort eine Jugendspielgemeinschaft von den Statuten her nicht spielen darf, ist die Gründung eines „Jugendfußball-Vereins“ (JFV) als eigenständige Einheit in die Wege geleitet: „Zu 99 Prozent haben wir bereits zum 1. Juli diesen Status.“
Hartenberger, nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn zunächst den TuS Argenthal in der Rheinlandliga und ab 2007 zweieinhalb Jahre lang Alemannia Waldalgesheim gecoacht und dort auch als sportlicher Leiter tätig, will noch einiges mehr auf der Hunsrückhöhe bewegen: Scouts sollen regelmäßig in der Region unterwegs sein, um Spieler zu sichten, angeboten werden soll auch ein für jedermann unabhängiges Fördertraining. Zudem will er einen Fahrdienst aufbauen: „Die besten Talente aus dem Umkreis von 30 Kilometern sollen bei uns spielen.“

(Quelle: wochenspiegel Bernkastel-Wittlich)