Im Gespräch mit
Cornel Hirt am 19.11.09


Der Trainer von Neitersen will aus dem Tabellenkeller

Hallo Cornel,
am Samstag zu Gast in Morbach, für dich persönlich gibt es sicherlich nur gute Erinnerungen an den SV Morbach?

Cornel: Sportlich war es meistens erfolgreich in Morbach; allerdings habe ich mich in der Verbandsligasaison 93/94 mal schwer verletzt in Morbach und musste mit dem Krankenwagen nach Bernkastel transportiert werden und anschließend zweimal in der Sportklinik Bad Canstatt operiert werden.

Die Narben sind hoffentlich alle verheilt.
In den letzten Jahren hattest du mit dem TuS Montabaur stets gegen den Abstieg gespielt.
Mit Neitersen scheinen dir diese Sorgen wohl auch nicht erspart zu bleiben?

Cornel: Sportlich ist es sehr eng in der Liga; allerdings habe ich ähnlich wie Sascha, die komplette Saison mit erheblichen Verletzungssorgen zu kämpfen.

Als du die Mannschaft übernommen hast, wusstest du dass sie den torärmsten Angriff der Liga hat und auch in dieser Saison scheint sich dieser Trend fortzuführen. Zu allem Überfluss fällt dir bis Ende des Jahres möglicherweise auch noch dein bisher bester Schütze Mario Marth aus.
Und mit 0:0 oder 1:1 Spielen kommt man bekanntlich auch nicht weit. Die Viererkette hast du ja erfolgreich in Neitersen eingeführt. Was gedenkst du aber in naher Zukunft zu tun, um die Fans auf der Emma auch mal öfters über Tore ihrer Mannschaft jubeln zu lassen?

Cornel: Wir spielen uns in jedem Spiel eine große Anzahl von Chancen heraus; allerdings ist die Auswertung besonders in den Heimspielen bisher unbefriedigend. Unser Ziel muss es sein, mehr Spielinitiative zu ergreifen und noch mehr Chancen herauszuarbeiten, dann werden wir auch Tore schießen.

Die Hoffnung im Rheinlandpokal auf eine gelungene Generalprobe vor dem Spiel in Morbach wurde am Mittwochabend in Nievern (13. Bezirksliga Ost) mit 0:3 ordentlich in den Sand gesetzt. Wie schwer wird es, die Mannschaft rechtzeitig für Samstag wieder aufzubauen?

Cornel: Wir wissen, dass wir in Nievern versagt haben und werden weiter arbeiten. Wichtig ist, dass die Spieler sich mittelfristig verbessern. Das geht nur über einen kontinuierlichen Trainingsbetrieb und einem entsprechenden Aufwand an seiner individuellen Entwicklung zu arbeiten.

Am letzten Samstag spielte der SV Morbach in Bad Breisig praktisch vor deiner Haustür.
Da hast du dir das Spiel doch sicher angesehen um dir von der derzeitigen Form des SVM ein Bild zu machen?

Cornel: Natürlich habe ich mir das Spiel angeschaut. Vom Spielerkader ist Morbach sicherlich unter den ersten drei der Liga. Ich hätte Sascha weniger Verletzte gewünscht.
Auch wenn ihr einen ausgeglichenen Kader habt und Ausfälle mit Sicherheit besser kompensieren könnt wie wir, ist es schon so, wenn man fünf Spieler aus der Stammmannschaft ersetzen muss, dass ein Qualitätsverlust eintritt. Ich denke einem Trainer ist das immer bewusst; im Umfeld gibt so etwas natürlich immer Unruhe.

Zum Schluss noch, der TuS Montabaur hatte vor einigen Wochen auch ohne dich in Morbach gewonnen, wird Cornel Hirt ohne Montabaur auch gegen Morbach gewinnen können?

Cornel: Ein Sieg in unserer jetzigen Situation wäre natürlich toll.

Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling und ich wünsche dir und deiner Mannschaft eine gute Anreise



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