Im Gespräch mit
Jan Humberg und Mario Marth
am 19.11.09


Jan und Mario hoffen auf bessere Zeiten ihres WSN

Hallo ihr Zwei
Schön euch beide am Samstag wieder zusehen.
Für dieses Jahr bereits das dritte Mal, aber wie schon im Februar seid ihr beide wieder verletzt. Jan, du kannst möglicherweise spielen, aber Mario, du wirst auf jeden Fall zuschauen müssen. Was ist euch denn diesmal zugestoßen?

Mario und Jan: Hallo Udo, hallo SVM-Gemeinde. Denke wir beide freuen uns auch dich/euch am Wochenende wieder zu sehen.

Mario: Ja wie du schon sagtest, leider sind wir beide mal wieder verletzt. Ich habe mir vor 2 Wochen im Training einen Bänderriss im Knöchel zugezogen… Und laut Arzt soll ich dieses Jahr gar kein Fußball mehr spielen, aber wir werden sehen, habe schon wieder mit leichtem Lauftraining angefangen, aber für Samstag wird es mit Sicherheit nicht reichen. Hoffe wenn alles gut geht auf ein paar Minuten gegen Mülheim-Kärlich am nächsten Freitag! Denn da geht’s um den Abstieg!

Jan: Also ich habe mir vor etwa 2 Wochen im Training den Finger ausgekugelt. Dabei sind die Sehnen im kl. Finger abgerissen und die Kapsel dementsprechend in Mitleidenschaft gezogen worden.
Was den Samstag angeht wird sich mein Einsatz denke ich unmittelbar vor dem Spiel entscheiden.
Ich hoffe natürlich dass es geht.

Zurzeit läuft es ja weder beim SVM noch bei euch richtig rund, ihr seid sogar nur noch zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz entfernt. Im Vorjahr hattet ihr nach 15 Spielen sogar noch Platz 5 inne, müsst ihr euch auf einen harten Abstiegskampf einrichten?

Mario: Sicherlich werden wir uns darauf einstellen müssen! Aber wir haben bisher jedes Jahr gegen den Abstieg gespielt und haben jedes Jahr die Klasse vorzeitig gehalten, auch wenn es im ersten Jahr sehr knapp war! Ich denke wir müssen sehen das wir so schnell wie möglich die Kurve kriegen und zumindest daheim mal wieder 3-fach Punkten! Und die letzten Auftritte auf fremdem Platz waren einfach schlecht, muss man einfach mal so sehen, aber bislang weiß noch niemand warum das so ist!? Hoffen wir dass es gegen euch wieder besser wird!

Jan: Ich denke, dass wir auch in den vergangen zwei Jahren immer bis zum vorletzten Spieltag gegen den Abstieg gekämpft haben. Also ist die Situation nicht neu für uns. In diesem Jahr wird sich an der Situation nichts ändern. Ich schätze mal, dass es auch dieses Jahr bis zum Ende der Saison ganz eng bleiben wird. Ich hoffe allerdings mit positivem Ausgang.

Jan, zuletzt hat dich euer A-Jugendlicher Constantin Redel scheinbar sehr gut vertreten, selbst beim 0:5 in Zell bekam er gute Noten, dennoch denke ich das eure Mannschaft mit dir als Schlussmann ganz anders agiert und daher auch ganz anders auftreten kann, weil die Abstimmung und vor allem das Zutrauen zu dem jungen Constantin einfach noch nicht da sein kann. Wie seht ihr das?

Mario: Conny ist wirklich ein guter Vertreter vom Langen, klar fehlt ihm noch einiges an Erfahrung, aber er hat seinen Job bislang wirklich gut gemacht, an ihm lagen die letzten negativen Ergebnisse sicherlich nicht! Ich als Spieler, muss zugestehen, dass es schon was anderes ist wenn ein Jan Humberg im Kasten steht, er strahlt von hinten raus Sicherheit aus und man weiß, dass wenn man mal einen Ball verliert das er nicht gleich drin ist. Der Jan ist ein 100 %-tiger Rückhalt in der Mannschaft und ein Garant für den Erfolg. Soll aber nicht heißen dass es bei Conny anders ist! Aber ich habe mit Conny im Tor auch erst einmal gespielt und das war ein Testspiel vor knapp einem halben Jahr.

Jan: Conny hat die vergangen 3 Spiele gut gehalten und mit seinen 18 Jahren meiner Meinung nach einen richtig starken Eindruck hinterlassen. Ich bin auch der Meinung, dass das Vertrauen in Conny von Verein und Spielern absolut gegeben/vorhanden ist. Klar ist natürlich auch, dass die Abstimmung und auch das Auftreten nach drei Spielen für die 1. Mannschaft noch nicht 100 % sein kann. Ich bin aber davon überzeugt, dass der Junge seinen Weg machen wird.

Mario, mit fünf Toren bist du der Goalgetter bei euch, bei uns wärst du damit auch ganz vorne.
Dennoch, eure Torausbeute ist und bleibt nach wie vor bescheiden. Also vom Torjubel werden eure Fans sicher nicht heiser, im Moment bei uns aber auch keiner.
Nur eure Zuschauer erleben jetzt schon einige Jahre diese Torflaute, hat man sich daran gewöhnt oder wird da nicht doch hin und wieder mal gejammert?

Mario: Wenn ich wüsste woran es liegt, würde ich es gerne jederzeit ändern, mir tun die Zuschauer teilweise leid, die sich bei jedem „Scheißwetter“ auf den Sportplatz stellen um uns Spielen zu sehen. Wir spielen mittlerweile bis zum Strafraum teilweise ganz gefällig, aber der letzte Biss fehlt uns meist. Der unbedingte Wille ein Tor wirklich schießen zu wollen! Nach den Spielen wird von dem ein oder anderen Zuschauer mal der Unmut geäußert und es werden vergebene Chancen angesprochen und diskutiert, aber es hilft ja alles nix, wir müssen weiter an dieser großen Baustelle arbeiten und Gas geben.

Jan: Die Zuschauer meckern natürlich ab und zu mal darüber dass wir so wenig Tore schießen. Was aber auch ihr gutes Recht ist.
Über die Jahre hinweg haben sich aber die meisten schon ein wenig an diesen Umstand gewöhnt.
Unser Prunkstück ist nun mal die Defensive und man muss ja sagen, dass es in den letzten Jahren immer gereicht hat.

Vom Spiel gegen Salmrohr gehen die Pressemitteilungen etwas auseinander.
Hier wird von einem unnötigen Punktverlust geredet und auch Timo Toppmöller meinte, seine Mannschaft hätte zwar schlecht gespielt, aber ihr hättet von hinten heraus nur mit langen Bällen agiert und keinerlei Torchancen gehabt.
Jan du hattest ja vor kurzem erst erwähnt, dass eure Spielweise ja hinlänglich bekannt sei und wenn die anderen Mannschaften sich nicht darauf einstellen könnten und damit klar kämen, wäre das deren Problem.
Wie war es denn nun gegen Salmrohr, ihr habt es von Draußen gesehen, ein verdienter Punkt oder letztendlich ein glücklicher Punkt?

Jan: Ich denke das ich ein objektiver Spieler bin und daher finde ich, dass der Punkt gegen Salmrohr hoch verdient war.
Das Spiel war von beiden Seiten recht arm an Torchancen.
Sicherlich hatten wir kurz vor dem Ende etwas Glück, dass ein Spieler von Salmrohr das leere Tor nicht getroffen hat, aber ansonsten war die Punkteteilung mehr als gerecht.
Und wie schon gesagt unsere Spielweise war mit Sicherheit nicht neu für den Gegner.

Mario: Naja, dem kann man wirklich nur bedingt zustimmen! Ich habe unsere Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte als klar bessere Mannschaft gesehen, auch spielerisch! Wenn wir vor heimischer Kulisse früh in Führung gehen, dann werden solche Spiele natürlich zu einem Kampfspiel und jeder in unserer Mannschaft zerreißt sich für die 3 Punkte! In der zweiten Hälfte haben wir etwas nachgelassen und Salmrohr kam zu ersten Zwingendären Chancen, ich kann mich nicht erinnern, dass der FSV in den ersten 45 Minuten eine klare Torchance hatte…? Und wohl nur durch einen Abwehrfehler kamen sie zum Punktgewinn, wobei man dann auch sagen muss, dass Salmrohr in den Schlussminuten ihre einzige 1000 %-tige Chance hatte, die sie aber kläglich vergeben haben und man nachher noch froh sein muss, dass man nicht die zweite Heimniederlage auf eigenem Platze hinnehmen musste.

Unser Stürmer Michael Fleck glaubt zudem dass ihre eure Punkte ausschließlich zu Hause auf dem Ascheplatz holt. Dass dem nicht so ist, hattet ihr in der Vorsaison ganz deutlich gezeigt.
Damit zum Thema “Emma“, diese Woche findet ja ein Info-Abend statt, wo man sich wieder über einen Kunstrasenplatz in Neitersen Gedanken macht. Glaubt ihr, dass mit einem Kunstrasen spielerisch und auch personell bei den Sportfreunden Neitersen deutlich mehr möglich wäre?

Mario: Evtl. schon, aber der Kunstrasen muss ja auch erst einmal kommen, bzw. genehmigt werden. Ob dann der ein oder andere Spieler auf die Emma kommt wird man dann noch sehn. Wir haben ja auch den kleinsten Etat der Rheinlandliga und müssen mit unseren Geldern mehr als gut Haushalten, ob dann wirklich ein Hochkaräter nach Neitersen wechselt bleibt die Frage…?

Jan: Das glaube ich schon. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass auf einem Ascheplatz das Fußballspielen deutlich schwerer ist. Auch wenn unsere Mannschaft eher daran gewöhnt ist wie der Gast, haben auch wir unsere Probleme.
Was neue Spieler angeht denke ich, schreckt der Ascheplatz schon ab, da selbst in den unteren Klassen die meisten Mannschaften/Vereine über einen Rasen oder Kunstrasenplatz verfügen. Es gibt sehr viele Spieler die sagen, dass sie nicht auf Asche spielen wollen. Damit muss man leider leben.

Nach den letzten Auswärtsschlappen gab es jetzt noch die Pokalpleite in Nievern.
Wie werden eure Mannschaftskameraden bis Samstag wieder aufzurichten sein?

Mario: Zum Glück haben wir nicht viel Zeit über diese Demütigung nachzudenken, mehr möchte ich dazu eigentlich nicht sagen. Es war schon sehr peinlich und schwach!

Jan: Das Pokalspiel in Nievern war schon desaströs!!! Auch die letzten Auswärtsspiele machen nicht besonders viel Hoffnung für Samstag. Das gute ist aber, dass bis Samstag wenig Zeit ist über die Sache nachzudenken. Wir haben in Neitersen schon so manche Krise durch gestanden und werden das auch jetzt wieder schaffen. Es liegt nun vor allem an den gestandenen Spielern die Ärmel hochzukrempeln und vorneweg zu gehen. Wenn jeder an sich glaubt und an sich arbeitet werden wir am Samstag in Morbach ein gutes Ergebnis erzielen. Davon bin ich überzeugt.

Freuen wir uns trotzdem auf den Samstag und auf ein vielleicht gutes Spiel beider Krisenteams

Mario: Das wollen wir hoffen, vielleicht bekommen wir ja in Morbach bei unseren Freunden etwas gebacken… vielleicht auch ein nachträgliches Geburtstaggeschenk für unseren Trainer! Ich freue mich auf diese Partie und natürlich auf dich Udo ;-) In diesem Sinne, bis Samstag!

Jan: Das hoffe ich auch Udo. Auch wenn ich mir natürlich den besseren Ausgang für den WSN wünsche.

Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling und ich wünsche euch und eine gute Anreise


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