Im
Gespräch mit |
Michael
Mohr am 15.04.09 |

Muhri
ist wieder eine feste Größe
Hallo Muhri,
in
der Saison 2005/06 warst du in der Startelf des SVM nicht weg zudenken. In der
Zeit danach gehörtest du zwar immer zum engsten Kader, doch deinen Stammplatz
hattest du verloren. Jetzt bist du wieder mitten drin im Geschehen und hast
dir wieder einen Stammplatz erkämpft. Wie war diese Zeit für dich?
Michael: Es war sicherlich nicht befriedigend. In den beiden Spielzeiten 04/05 und 05/06 stand ich nahezu jedes Spiel in der Startelf im Jahr darauf kaum noch. Wenn man viel Zeit in das Training investiert und immer nur ein Stück weit hintendran ist, geht auch mal der Spaß verloren und man ist genervt von einer solchen Situation. So wie es jetzt ist, gefällt es mir schon besser?
In der vorletzten Sommerpause war sogar dein Name im Gespräch für einen Vereinswechsel. War dieses ein ernsthaftes Thema für dich?
Michael: Ich wurde damals zu einem Zeitpunkt angesprochen in der ich nicht richtig in die Stammelf rücken konnte und ständig zwischen erster und zweiter Mannschaft pendelte, also habe ich mir durchaus mal überlegt was anderes zu probieren. Ich kam dann jedoch recht schnell zu dem Entschluss hier weiter zu machen.
Zwischen Stamm- und Ersatzspieler und das Hin und Her bei der Ersten und Zwoten ist für keinen Spieler befriedigend. Da dieses aber zum normalen Vereinsleben gehört und auch nur so ein ordentlich funktionierender Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann, sollte jedem Spieler klar sein. Du hast diese Zeit, wie auch schon etliche Spieler vor dir, nun auch durchgemacht. Sprechen die Spieler untereinander über diese unbefriedigende Situation und unterstützt ihr euch gegenseitig?
Michael: Natürlich wird darüber gesprochen. Man baut sich gegenseitig auf wenn es bei einem nicht so gut läuft. Ich hatte nie das Gefühl, nicht richtig zur Mannschaft zu gehören.
In der letzten Saison warst du ja zu 50% voll bei der Zwoten und hast mit um den Aufstieg gespielt. Da du jetzt wieder fest bei der Ersten bist, kannst du in dieser Saison keine Schützenhilfe leisten. Nach den letzten Ergebnissen ist es wieder ganz eng in der A-Klassenspitze. Denkst du dennoch dass die Zweite es schaffen kann?
Michael: Absolut ja! Es werden spannende letzte Spieltage, da noch vier Mannschaften um den ersten Platz kämpfen und die Zweite steckt mittendrin. Ich glaube an die Zwote!
Muhri, du bist jetzt 25 Jahre und verfügst über ein gewisses Maß an Erfahrung. Wie siehst du die Zukunft der Zweiten bei einem möglichen Aufstieg?
Michael: Der Unterschied zwischen A-Klasse und Bezirksliga ist groß, dennoch denke ich nicht dass die Zweite dort chancenlos wäre.
Die derzeitige
Rheinlandliga ist ziemlich ausgeglichen, da kann man froh sein ein gewissen
Punktekonto vorweisen zu können um nicht plötzlich im Abstiegsstrudel
zu landen, so wie es bei manchen etablierten Vereinen im Moment aussieht.
Aus SVM-Sicht kann man dieses Geschehen natürlich gelassen verfolgen. Selbst
kann man jetzt sogar noch einen Blick nach vorne richten. Was glaubst du, ist
noch nach oben möglich?
Michael: Wir haben noch sieben Spiele. Wir werden in jedes Spiel reingehen und es gewinnen wollen, was am Ende dabei herauskommt und ob es uns gelingt diese 21 Punkte zu holen sehen wir dann. Momentan ist der zweite Platz greifbar, was eine tolle Platzierung wäre.
Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling