Im
Gespräch mit |
Oleg
Tintor am 04.10.08 |

Der Erfahrene beim SVM
Oleg Tintor gehört
mit seinen 27 Jahren und der langjährigen Spielpraxis in Ober- und Rheinlandliga
zu den
erfahrensten Spielern beim SVM
Oleg:
Zuerst begrüß ich Dich und bedanke mich, ein Interview mit Dir,
Al, führen zu dürfen.
Hallo
Oleg, dass gleiche gilt auch meinerseits!
Im zweiten Jahr beim SVM
und schon stellvertretender Spielführer. Man mag dich scheinbar und du
bist auch immer sehr gut gelaunt. Liegt das an deinem Naturell?
Oleg:
Es macht mich natürlich schon stolz, nach 2 Jahren schon stellvertretender
Spielführer zu sein. War letztes Jahr schon
3. Captain und im Spielerrat. Das zeigt mir persönlich, dass ich bei
der Mannschaft vollstens akzeptiert werde. Es stimmt schon, dass es in meinem
Naturell liegt, immer positiv zu denken und auch meistens gut gelaunt zu sein.
Das zeig ich der Mannschaft auch und bekomme auch mein Feedback mit der Wahl
zum stellvertretenden Captain zurück.
Du
trägst die Nr.10, spielst diese Rolle aber nicht so, wie man sich einen
"10er " vorstellt.
Mich erinnert das an 1995, als Otto Rehagel in seiner Bayern-Ära den
damals genialen Spielmacher Ciriaco Sforza unbedingt haben wollte, ihn aber
dann als eine Art "Quarterback" vor der Abwehr spielen ließ.
Rudi Thömmes fragte auch zuletzt, ob du diese Rolle die ganze Zeit schon
spielen würdest, ebenso haben sich Dörbacher Zuschauer über
dein Aufgabengebiet gewundert!
Wie siehst du deine Rolle in der Mannschaft?
Oleg: Ich wurde jetzt auch schon häufiger von gegnerischen Trainern oder Spielern angesprochen, warum ich so defensiv spiele. In der letzten Oberliga-Saison in Salmrohr hab ich auch eher defensiv gespielt. Mir liegt es, wenn ich das ganze Spiel vor mir habe. Und ich denke, dass ich der Mannschaft auf der Position auch weiter helfe. Es gibt Mitspieler, die sehen mich eher vor der Abwehr, ne Hiege!! Fakt ist auch, dass ich trotz vor der Abwehr offensiver spielen kann oder muss, damit es für die Stürmer auch einfacher wird.
Im Spiel gegen Burgbrohl das ich leider wegen beruflicher Verhinderung nicht sehen konnte, hast du soviel ich weiß, erstmals hinter den Spitzen gespielt, passt diese Rolle nicht besser zu dir?
Oleg:
Ja Udo, das stimmt. Hab am Donnerstag gegen Burgbrohl hinter den Spitzen gespielt.
Wir haben mit einem neuen System gespielt und der Coach hat mich das erste
mal offensiver aufgestellt, damit das Loch zwischen Mittelfeld und Sturm nicht
zu groß ist und ich die Stürmer unterstützen soll. Ist mir
auch im ersten Spiel einigermaßen gelungen, aber ich weiss, dass es
noch besser geht. Wären wir kaltschnäuziger mit unseren Chancen
umgegangen, da nehm ich mich mit ein, hatte auch 2 Schusschancen, dann hätten
wir auch das Spiel als Sieger verlassen können. Das ist im Moment unser
Problem, wir rackern und machen und werden zur Zeit nicht belohnt.
Ob mir die Rolle hinter den Spitzen eher liegt kann ich dir so gar nicht beantworten.
Spiele die 6er Rolle auch gern. Ich schmeiss jetzt auch 3 Euro ins Phrasenschwein...
Ich spiel da, wo der Trainer mich aufstellt. Auch in der Innenverteidigung,
wenn es sein muss.
Du hast schon 4 Jahre in der Oberliga gespielt, wäre das persönlich für dich noch einmal ein Ziel?
Oleg:
Natürlich sollte die Oberliga das Ziel für jeden von uns sein. Für
mich wäre es sehr schön nochmal in Homburg, Pirmasens, Neunkirchen...
zu spielen.
Die Atmosphäre
in den Stadien ist natürlich schöner als bsp. in Oberwinter auf
dem Kunstrasen oder in Montabaur vor 50 Zuschauern.
Ob mir das nochmal
gelingt, weiss ich nicht. Aber jeder von uns muss das Ziel haben höher
zu spielen.
Da muss ich noch
grad was sagen. Hiege, dir wünsch ich natürlich, dass du das EINE
Oberligaspiel noch schaffst. :-)
Du
warst viele Jahre beim FSV Salmrohr, da sind die Spiele gegen den FSV wie
zuletzt, sicher was Besonderes für dich?
Oleg: Klar ist es was Besonderes gegen seinen alten Verein
zu spielen.Schließlich hab ich 9 Jahre beim FSV gespielt und diesem
Verein auch viel zu verdanken. Ich freu mich immer auf die Begegnungen gegen
den FSV und auf meine alten Mannschaftskameraden Adrian,Schraps,Kalle etc.
mit denen ich immernoch ein super Verhältnis habe. Dem FSV wünsch
ich auf diesem Wege natürlich auch noch alles Gute für die restliche
Saison
In
deinen Jugendjahren spieltest du überwiegend in Wittlich und Salmrohr
in starken Mannschaften und deine Mannschaftskameraden waren unter anderem
Mätti Ruf, Frank Arimond, Dino und Timo Toppmöller, die Hill Zwillinge,
Tommy Reichert, Daniel Willems und Michael Wagner, auf den du demnächst
im Pokal triffst!
Mit
wem, neben dem Hennes, würdest du noch mal gerne zusammenspielen?
Oleg: Das stimmt, hab mit o.g. allen zusammen gespielt. Mit
wem ich nochmal gerne zusammen spielen würde...das ist schwer zu sagen.
Mit Dino würd ich gern nochmal zusammen spielen, der damals mein bester
Freund war. Hab damals mit Dino in Hetzerath und Salmrohr zusammen gespielt.
Waren damals Sturmpartner, richtig Udo, Sturmpartner! Aber auch mit den Anderen
war es immer eine schöne Zeit und hab mit allen gern zusammen gekickt.
Mit einem hab ich ja noch das Vergnügen und hat mich auch sehr gefreut
nach 10 Jahren nochmal mit Hennes zusammen zu spielen.
Unser langjähriger und all zu früh verstorbener Vereinspräsident Alfons Jakobs schaute schon in früheren Jahren nach Salmrohr und wollte unbedingt mit diesem Verein auf Augenhöhe sein. Du warst 9 Jahre bei diesem Verein, wie würdest du die beiden Vereine (nicht die augenblicklichen Mannschaften) im Vergleich zueinander beurteilen?
Oleg:
Ich denke, dass beim SV Morbach professioneller gearbeitet wird als beim FSV.
Das sieht man zum Beispiel an unserem Trainer, der das ja beruflich macht.
Dann sieht man es an unserer Homepage, an der Stelle möchte ich mal unsere
Webmaster Jogi, Gaga und auch dich loben. Das ist wirklich Wahnsinn. Super
Arbeit.
Cool ist natürlich
jetzt auch unser neuer Kunstrasen. Die Trainingsbedingungen und alles Drumherum
passt einfach.
Das Problem
beim FSV Salmrohr war, dass ziemlich schnell Unruhe im Verein herrschte, sobald
ein paar Spiele hintereinander nicht gewonnen wurden. Das ist meiner Meinung
nach hier nicht so, hier lässt man Arno arbeiten, der auch wirklich richtig
gute Arbeit macht und ich auch froh bin, Arno als meinen Coach zu haben. (Kein
Geschleime Männer!) Vom Arno kann ich noch viel lernen und das hatte
ich in der letzten Saison beim FSV nicht mehr.
Zum
Schluß noch, könntest du dir vorstellen beim SVM deine Karriere
zu beenden?
Oleg: Gute Frage Al, Fakt ist, dass ich mich wirklich super wohl in Morbach fühle und gerne für den Verein spiele. Ich kann mir vorstellen noch weiter für den SVM zu spielen. Ob ich die Karriere hier beende, kann ich nicht sagen. Ich kann mir genauso gut vorstellen, dass ich nach der Saison mit dem "Profi"-Fussball aufhöre, da die Arbeit mich doch sehr in Anspruch nimmt. Die Saison ist noch lang und ich werde mir mit meiner Entscheidung sehr viel Zeit lassen, da, wie gesagt, der Verein mir wirklich in den 1,5 Jahren, in denen ich jetzt hier bin, sehr ans Herz gewachsen ist.
Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling
© svmorbach2008