Im Gespräch mit
Jörg Wahlen am 03.09.08


Der neue Kapitän der Zweiten


Hallo Jörg, vom Kapitän der Ersten zum Kapitän der Zweiten!
War es eine große Umstellung für dich?


Jörg: Zunächst möchte ich mich bei dieser Gelegenheit einmal für das Vertrauen der Mannschaft bedanken. Ich hoffe, dass ich dies rechtfertigen kann. Es ist insofern eine Umstellung, weil die Verantwortung doch etwas höher ist als in der ersten Mannschaft, in der viele Dinge automatisch abliefen. In M. Wagner und D. Müller habe ich allerdings tatkräftige Unterstützung, sodass es mir persönlich großen Spaß bereitet, als Spielführer in dieser Mannschaft zu fungieren.

Drei Spiele, drei Siege! Aus welchem Blickwinkel siehst du den Start?

Jörg: Aus meinem :). Insgesamt kann man natürlich von einem gelungenen Saisonstart mit optimaler Punktausbeute sprechen. Trotzdem sehe ich noch einige Defizite, die es zu verbessern gilt. Wir müssen deshalb auf dem Boden bleiben (dafür wird der Trainer bestimmt sorgen) und weiter individuell und als Mannschaft an uns arbeiten.

Morbach II wurde im Vorfeld als klarer Favorit gehandelt und auch ein Großteil des Teams sieht sich als Meisterschaftskandidat. Roland weist das als Trainer natürlich weit von sich! Auch du als erfahrener Spieler hältst dich etwas zurück!
Wie kannst du die Euphorie der jungen Spieler in Grenzen halten und gleichzeitig die Jungs als so genannter Favorit durch die Saison führen?


Jörg: Jeder Spieler unserer Mannschaft weiß, dass man sich Erfolg hart erarbeiten muss. Deshalb sehe ich momentan nicht die Gefahr, dass die Euphorie allzu groß wird. Natürlich haben wir uns vor der Saison über bestimmte Zielsetzungen unterhalten, das Wort "Aufstieg" ist in diesem Zusammenhang allerdings nicht gefallen.

Am Freitag das Schlagerspiel gegen den SV Zeltingen. Das Spiel könnte richtungweisend für die ganze Saison werden. Was ist deine Meinung dazu?

Jörg: Am Freitag erwartet uns eine echte Standortbestimmung. Hier gilt es zu beweisen, welchen Stand die Mannschaft in ihrer Entwicklung bereits erreicht hat. Ich hoffe, dass das Spiel hält, was die Tabellenkonstellation verspricht und viele Zuschauer den Weg zu diesem Heimspiel finden.

Wird der nächste Elfmeterschütze wieder Jörg Wahlen heißen?

Jörg: Danke, dass du danach fragst :). Ich kann alle Mitspieler und Zuschauer beruhigen, ich werde den nächsten Elfmeter, nach der kläglichen Vorstellung meinerseits, nicht schießen. Ein Dank an die Mannschaft, dass sie die drei Punkte trotzdem nach Hause gefahren hat.

Schauen wir mal über den Tellerrand. Dein letzter Verein, die SG Laufeld scheint ganz schwer auf dem absteigenden Ast zu sein.
Die Zweite scheint sich zu einer Art Schießbude in der A-Klasse zu entwickeln und bei der Ersten sieht es wohl so aus, als ob der freie Fall nicht zu stoppen sei!
Vor Beginn der Saison 2007/08 noch mit Ambitionen für die Rheinlandligaspitze und nun so ein Zusammenbruch!
Kannst du dazu etwas sagen?

Jörg:
Es ist sehr bedauerlich, dass dieser Verein, der sich alles hart erarbeiten musste, solch eine Entwicklung genommen hat. Der Erfolg dieses Vereins war ganz eng mit dem Namen Sascha Meeth verbunden. Nach seinem Weggang hat man die Lücke, die er hinterlassen hat, leider nicht annähernd schließen können. Ich wünsche den beiden Mannschaften, den Verantwortlichen und dem Umfeld, das ich sehr zu schätzen gelernt habe, dass sich in Kürze wieder bessere Zeiten einstellen.

Ein Wort noch zu unserer Ersten, das Sturmdilemma! Es ist ja nicht erst das Problem in dieser Saison, es zeichnete sich
ja schon ganz gravierend zu Beginn der letztjährigen Rückrunde ab, als du noch mit an Bord warst, bzw. auch schon vorher mit Eloy! Ich bringe den Namen Eloy ganz bewußt zur Sprache, da er schon mittlerweile die Runde macht!
Wir spielen taktisch hervorragenden Fußball, doch vorne passiert zu wenig!
Wenn man dann Mehring sieht, wie die sogar ohne ihren Torjäger Frank Thömmes die Tore ballern, muss man sich doch fragen, woran das liegt?


Jörg: Zunächst zu Mehring: Was dort momentan geleistet wird, verdient allergrößsten Respekt. Hier kann man wirklich von einem Lauf sprechen.
Zu der Ersten: Man sollte die Torflaute nicht einzig und allein am Sturm festmachen. Diesbezüglich ist die ganze Mannschaft gefragt. Ich denke, ein Erfolgserlebnis würde der gesamten Mannschaft helfen, die momentane Blockade zu lösen und wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

P.S.: Nochmal ein Riesenkompliment an Udo, Gaga und Jogi für die Gestaltung der Homepage.


Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling

© svmorbach2008

>>zurück<<