| Im
Gespräch mit Thorsten Haubst |
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Torre,
wie ihn seine Freunde alle nennen, ist eigentlich schon ein Urgestein
des SVM. Der Junge aus Longkamp, wo er auch heute noch mit seiner Familie
lebt, kam 1993 gemeinsam mit Arno Michels vom damaligen Oberligisten SV
Wittlich zum SVM. Der damals 22-jährige war auf Anhieb eine feste
Größe in unserer Mannschaft, die gerade den Sprung in die Verbandsliga
Rheinland geschafft hatte und zugleich an das Tor der Oberliga klopfte.
Der SV Morbach blieb auch seine erste Fußballadresse, bis ihn eine
Verletzung in der Saison 2004/05 zum Aufhören zwang. Er durchlebte
in dieser Zeit alle Höhen und Tiefen des SVM, mit drei Rheinlandligaabstiegen,
bzw. zwei Aufstiegen und brachte es auf 294 Spiele im SVM-Trikot. Damit
gehört Thorsten zu den Top-Ten in der SVM-Ewigenliste. |
Thorsten,
als Roland das Amt des Teammanagers übernahm, hast du die alleinige Trainertätigkeit
der zweiten Mannschaft übernommen.
Doch nach dem Winter änderte sich für dich einiges.
Thorsten, erzähl mal aus deiner Sicht wie sich die letzten Monate abgespielt
haben?
Thorsten: Zuerst einmal hatte ich die Aufgabe als Trainer der Zwoten übernommen in der Meinung meine Arbeit zusammen mit Arno tun zu können. Ich wollte noch von ihm lernen und mir noch einiges von ihm abschauen. Doch es kam anders und so musste ich mich auf einen neuen Trainer einstellen. Mit Sascha kam ein hervorragender Trainer und Mensch ins Trainerteam, mit dem es auch sofort funktionierte. Seine Absage, nach der Winterpause nicht mehr zu trainieren, war dann etwas überraschend aber ich habe auch, durch den täglichen Umgang mit ihm, gemerkt das er Körperlich nicht mehr in der Lage war diesen Stress weiter auf sich zu nehmen. Nach der Winterpause kam dann Wolfgang Hoor mit dem ich dann nur kurz zusammen gearbeitet habe. Als dann der Verein mich fragte ob ich vorerst die Erste übernehme, habe ich selbstverständlich zugesagt. Aus den ersten Wochen ist halt nun der Rest der Saison und jetzt darüber hinaus die nächste Saison geworden.
Ein
solches Engagement, besonders am Wochenende, braucht auch viel Verständnis
in der Familie.
Deine Frau scheint dich hierbei aber voll und ganz zu unterstützen?
Thorsten: Ein absolutes JA. Ohne das Verständnis von Kerstin wäre eine solche Belastung nicht möglich.
Trotzdem wird man im Hause Haubst sicher froh sein, dass nun erstmal eine kleine Pause kommt, obwohl einem Cheftrainer sicher schon die nächste Saisonplanung im Kopf herum schwirrt, was Vorbereitung bzw. Testgegner angeht?
Thorsten: Die meisten Aufgaben haben wir erledigt obwohl es immer etwas zu tun gibt. Hier muss ich aber sagen, dass Jörg Wahlen hervorragende Arbeit leistet.
Personell
muss und wird sich ja einiges tun, wie der Engpass am Ende dieser Saison gezeigt
hatte, als selbst du noch mal die Schuhe schnüren musstest.
Neben den bisher feststehenden Ab- und Zugängen, stehen noch ein paar Spieler
auf beiden Seiten zur Debatte, was einen totalen Umbruch im Kader des SVM bedeutet,
den es in dieser Größenordnung in der Vereinsgeschichte beim SVM
noch nie gegeben hatte.
Siehst du hierbei Probleme?
Thorsten:
Probleme gibt es immer dann wenn etwas nicht passt. Dann sind alle aufgefordert
rechtzeitig einzuschreiten um dann die richtigen Wege wieder einzuschlagen.
In unserer Vereinsfamilie sollten sich die neuen Spieler aber schnell heimisch
fühlen.
Das ich noch mal gespielt habe war ja ein halber Skandal, welcher aber auch
an der ein oder anderen Einstellung gelegen hat.
Mit
Rainer Nalbach hat man einen Trainer für die Zwote gewinnen können,
der sich auch schon etwas in Morbach auskennt und nicht erst die Umkleidekabine
suchen muss.
Inwieweit wirst du mit ihm zusammenarbeiten und wird es zwei klar getrennte
Kader geben?
Thorsten:
Unsere Zusammenarbeit wird sehr eng werden. Da Rainer das Training an einigen
Trainingstagen alleine übernehmen wird, werden wir versuchen mit einer
Sprache zu sprechen. Rainer hat dazu mein absolutes Vertrauen.
Wir haben vor die Kader in den ersten Wochen zusammen Trainieren zu lassen.
Jeder Spieler bekommt dadurch die Möglichkeit sich zu zeigen und sich für
die erste Mannschaft zu empfehlen. Wir wollen die Wege zwischen Erste und Zweite
so klein wie möglich halten. Jedoch kann es vorkommen, dass wir öfters
einmal trennen um intensiver mit kleineren Gruppen zu arbeiten.
Da
der SVM der JSG Morbach einen Trainer abgeworben hat, wird der bisherige Co-Trainer
Andy Kneppel nun als Trainer in die Jugend wechseln.
Wird es deshalb die Position Co-Trainer im kommenden Jahr beim SVM nun nicht
mehr geben?
Thorsten: Vorerst ist eine solche Position nicht mehr geplant.
Du
wirst ja in der nächsten Saison auch noch der Jugend verbunden bleiben
und die C-Jugend zusammen mit unserem ehemaligen Spieler Thomas Reichert trainieren.
Von daher hätte ich da noch eine Frage,
A und B Jugend spielen in der Rheinlandliga, C Jugend in der Bezirksliga, so
was hatte es bisher in der EG Morbach noch nicht gegeben.
Um dieses aber auch langfristig zu gewährleisten, sollte man den Unterbau
auch rechtzeitig fördern und steuern.
In der übernächsten Saison soll eine D-Jugend Bezirksliga eingeführt
werden.
Ist es daher nicht sinnvoll sich schon jetzt in der JSG Gedanken zu machen,
zwei Mannschaften zu formen, die a) die Qualifikation erreicht und b) dann in
der Bezirksliga mitspielen kann?
Thorsten: Eine riesen Leistung der JSG was in den älteren
Jugenden gelungen ist. Ich denke aber schon dass es Sinnvoll wäre auch
im D-Jugendbereich so hoch wie möglich zu spielen. Die D-Jugend ist ein
"Goldenes Lehralter" in dem sich die Kinder sehr schnell und gut entwickeln.
Sie müssen schon in diesem Alter an Dinge wie Disziplin, Technik und Taktik
herangebracht werden. Es geht nicht einfach nur drauf los zu trainieren. Vielmehr
muss man mit Bedacht und viel Mühe versuchen den Kindern etwas beizubringen.
Natürlich muss man dafür auch viel Zeit investieren.
Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling
© svmorbach2010