Im Gespräch mit
Thorsten Haubst
Der neue Chef

Torre, wie ihn seine Freunde alle nennen, ist eigentlich schon ein Urgestein des SVM. Der Junge aus Longkamp, wo er auch heute noch mit seiner Familie lebt, kam 1993 gemeinsam mit Arno Michels vom damaligen Oberligisten SV Wittlich zum SVM. Der damals 22-jährige war auf Anhieb eine feste Größe in unserer Mannschaft, die gerade den Sprung in die Verbandsliga Rheinland geschafft hatte und zugleich an das Tor der Oberliga klopfte. Der SV Morbach blieb auch seine erste Fußballadresse, bis ihn eine Verletzung in der Saison 2004/05 zum Aufhören zwang. Er durchlebte in dieser Zeit alle Höhen und Tiefen des SVM, mit drei Rheinlandligaabstiegen, bzw. zwei Aufstiegen und brachte es auf 294 Spiele im SVM-Trikot. Damit gehört Thorsten zu den Top-Ten in der SVM-Ewigenliste.
2007 wagte "Torre" sich dann ins Trainergeschäft und übernahm den SV Wittlich, der inzwischen "nur" noch A-Klasse spielte.
Die gute Arbeit, die ihm dort attestiert wurde, blieb auch in Morbach nicht verborgen und so holte ihn Arno Michels 2008 als Co-Trainer zurück zum SVM.
Und als Roland Fuhr im Herbst 2008, seinerzeit Trainer der 2.Mannschaft, schwer erkrankte, sprang er in die Bresche und brachte die Mission Bezirksligaaufstieg am Ende gemeinsam mit dem wieder genesen Roland zu Ende.
Nach dem Roland als Teammanager fungierte, übernahm Thorsten die alleinige Trainertätigkeit der zweiten Mannschaft und sollte diese in der Bezirksliga etablieren, was ihm wohl sicher auch mehr als gut gelungen ist.
Doch hatte die Saison 2009/10 für Thorsten noch einiges mehr zu bieten, denn mit den ganzen Trainerdramen beim SVM änderte sich auch für Thorsten innerhalb weniger Monate einiges.
Ab dem ersten Spiel des Jahre 2010 übernahm er auch noch den Trainerposten der Ersten und so ganz nebenbei war er ja auch noch Trainer bei der D-Jugend.

 

 

 

 

 

 




Thorsten, als Roland das Amt des Teammanagers übernahm, hast du die alleinige Trainertätigkeit der zweiten Mannschaft übernommen.
Doch nach dem Winter änderte sich für dich einiges.
Thorsten, erzähl mal aus deiner Sicht wie sich die letzten Monate abgespielt haben?

Thorsten: Zuerst einmal hatte ich die Aufgabe als Trainer der Zwoten übernommen in der Meinung meine Arbeit zusammen mit Arno tun zu können. Ich wollte noch von ihm lernen und mir noch einiges von ihm abschauen. Doch es kam anders und so musste ich mich auf einen neuen Trainer einstellen. Mit Sascha kam ein hervorragender Trainer und Mensch ins Trainerteam, mit dem es auch sofort funktionierte. Seine Absage, nach der Winterpause nicht mehr zu trainieren, war dann etwas überraschend aber ich habe auch, durch den täglichen Umgang mit ihm, gemerkt das er Körperlich nicht mehr in der Lage war diesen Stress weiter auf sich zu nehmen. Nach der Winterpause kam dann Wolfgang Hoor mit dem ich dann nur kurz zusammen gearbeitet habe. Als dann der Verein mich fragte ob ich vorerst die Erste übernehme, habe ich selbstverständlich zugesagt. Aus den ersten Wochen ist halt nun der Rest der Saison und jetzt darüber hinaus die nächste Saison geworden.

Ein solches Engagement, besonders am Wochenende, braucht auch viel Verständnis in der Familie.
Deine Frau scheint dich hierbei aber voll und ganz zu unterstützen?

Thorsten: Ein absolutes JA. Ohne das Verständnis von Kerstin wäre eine solche Belastung nicht möglich.

Trotzdem wird man im Hause Haubst sicher froh sein, dass nun erstmal eine kleine Pause kommt, obwohl einem Cheftrainer sicher schon die nächste Saisonplanung im Kopf herum schwirrt, was Vorbereitung bzw. Testgegner angeht?

Thorsten: Die meisten Aufgaben haben wir erledigt obwohl es immer etwas zu tun gibt. Hier muss ich aber sagen, dass Jörg Wahlen hervorragende Arbeit leistet.

Personell muss und wird sich ja einiges tun, wie der Engpass am Ende dieser Saison gezeigt hatte, als selbst du noch mal die Schuhe schnüren musstest.
Neben den bisher feststehenden Ab- und Zugängen, stehen noch ein paar Spieler auf beiden Seiten zur Debatte, was einen totalen Umbruch im Kader des SVM bedeutet, den es in dieser Größenordnung in der Vereinsgeschichte beim SVM noch nie gegeben hatte.
Siehst du hierbei Probleme?

Thorsten: Probleme gibt es immer dann wenn etwas nicht passt. Dann sind alle aufgefordert rechtzeitig einzuschreiten um dann die richtigen Wege wieder einzuschlagen. In unserer Vereinsfamilie sollten sich die neuen Spieler aber schnell heimisch fühlen.
Das ich noch mal gespielt habe war ja ein halber Skandal, welcher aber auch an der ein oder anderen Einstellung gelegen hat.

Mit Rainer Nalbach hat man einen Trainer für die Zwote gewinnen können, der sich auch schon etwas in Morbach auskennt und nicht erst die Umkleidekabine suchen muss.
Inwieweit wirst du mit ihm zusammenarbeiten und wird es zwei klar getrennte Kader geben?

Thorsten: Unsere Zusammenarbeit wird sehr eng werden. Da Rainer das Training an einigen Trainingstagen alleine übernehmen wird, werden wir versuchen mit einer Sprache zu sprechen. Rainer hat dazu mein absolutes Vertrauen.
Wir haben vor die Kader in den ersten Wochen zusammen Trainieren zu lassen. Jeder Spieler bekommt dadurch die Möglichkeit sich zu zeigen und sich für die erste Mannschaft zu empfehlen. Wir wollen die Wege zwischen Erste und Zweite so klein wie möglich halten. Jedoch kann es vorkommen, dass wir öfters einmal trennen um intensiver mit kleineren Gruppen zu arbeiten.

Da der SVM der JSG Morbach einen Trainer abgeworben hat, wird der bisherige Co-Trainer Andy Kneppel nun als Trainer in die Jugend wechseln.
Wird es deshalb die Position Co-Trainer im kommenden Jahr beim SVM nun nicht mehr geben?

Thorsten: Vorerst ist eine solche Position nicht mehr geplant.

Du wirst ja in der nächsten Saison auch noch der Jugend verbunden bleiben und die C-Jugend zusammen mit unserem ehemaligen Spieler Thomas Reichert trainieren.
Von daher hätte ich da noch eine Frage,
A und B Jugend spielen in der Rheinlandliga, C Jugend in der Bezirksliga, so was hatte es bisher in der EG Morbach noch nicht gegeben.
Um dieses aber auch langfristig zu gewährleisten, sollte man den Unterbau auch rechtzeitig fördern und steuern.
In der übernächsten Saison soll eine D-Jugend Bezirksliga eingeführt werden.
Ist es daher nicht sinnvoll sich schon jetzt in der JSG Gedanken zu machen, zwei Mannschaften zu formen, die a) die Qualifikation erreicht und b) dann in der Bezirksliga mitspielen kann?

Thorsten: Eine riesen Leistung der JSG was in den älteren Jugenden gelungen ist. Ich denke aber schon dass es Sinnvoll wäre auch im D-Jugendbereich so hoch wie möglich zu spielen. Die D-Jugend ist ein "Goldenes Lehralter" in dem sich die Kinder sehr schnell und gut entwickeln. Sie müssen schon in diesem Alter an Dinge wie Disziplin, Technik und Taktik herangebracht werden. Es geht nicht einfach nur drauf los zu trainieren. Vielmehr muss man mit Bedacht und viel Mühe versuchen den Kindern etwas beizubringen. Natürlich muss man dafür auch viel Zeit investieren.

 

Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling


© svmorbach2010

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