Im Gespräch mit
Hanno Krebs
(24.03.11)

Hanno denkt positiv

Hallo Hanno

Das Pokalspiel ist vorbei, wie groß ist die Enttäuschung nach dem Aus?

Hanno:
Hallo Udo,
wenn man kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer kassiert, ist man natürlich enttäuscht. Als wir nach dem Spiel in der Kabine saßen, waren wir alle ziemlich niedergeschlagen. Trotz der beiden Aluminiumtreffer von Bad Breisig, war ich davon überzeugt, dass der Sieger im Elfmeter-Schießen ermittelt wird. Doch der Gegner hat sich im entscheidenden Moment cleverer angestellt und sich somit das Halbfinale verdient.

Am Samstag geht es nun nach Dörbach, denen das Wasser wohl noch mehr Oberkante Unterlippe steht wie zu deiner Zeit.
Für mich bleibt Dörbach immer ein Rätsel, bekommen eigentlich oft ganz gute Kritiken, haben die kuriosesten Ergebnisse und sind dennoch stets in Abstiegsgefahr.
Auch beim Hinrundenspiel in Morbach war Dörbach eine Halbzeit lang mehr als Gleichwertig. Und ich hatte den 6:1 Sieg gegen Tarforst gesehen. Also für mich einfach unbegreiflich, für dich auch?

Hanno:
Im Hinspiel hatten wir Glück, nicht früh hinten zu liegen. Nach deren Führungstreffer haben uns fünf Minuten gereicht, um am Ende als Sieger den Platz zu verlassen.
Ich konnte mir letzte Woche in Tarforst ein Bild machen. Da hatten die Dörbacher auch in der ersten Halbzeit das Spiel im Griff und schenkten es nach Wiederanpfiff dann in kürzester Zeit her.
Man kann sehen, dass die Mannschaft das Potential besitzt, mitzuspielen. Aber durch Konzentrationsmangel berauben sie sich selbst um den Erfolg.
Woran es liegt, kann und will ich aus der Entfernung nicht beurteilen.

Bei deinem Wechsel von Dörbach, hatte ich dich nach dem Pro SV Morbach gefragt, deine Antwort war: Nicht mehr gegen den Abstieg zu spielen, bzw. auch mal in der Spitze mitzuspielen.
Was deinen alten Verein betrifft hast du Recht gehabt. Was den SVM anbetrifft, auch?

Hanno:
Der dritte Platz ist immer noch in Reichweite und wenn wir eine ähnliche Serie wie in der Hinrunde starten, ist das Ziel auch noch zu packen. Den dritten Platz zähle ich noch zur Spitze.
Zudem spielt der FSV Salmrohr eine überragende Saison und darf dieses Mal auch verdientermaßen aufsteigen.

Nun hat der SVM die letzten beiden Jahre stets mit 0:4 in Dörbach verloren.
Wieso wird das dieses mal nicht der Fall sein?


Hanno:
Nach zuletzt drei erfolglosen Pflichtspielen, müssen wir (insbesondere uns) nochmal zeigen, dass es auch anders geht.

Heißt das, es wird das vorerst letzte Duell zwischen Dörbach und Morbach sein?

Hanno:
Natürlich ist die Situation des SV Dörbach alles andere als angenehm. Und schaut man sich die Abstiegsplätze der Oberliga an, bringt das auch keine Erleichterung.
Ich drücke den Jungs und dem Verein von ganzem Herzen die Daumen und hoffe, dass sie genügend Spiele erfolgreich gestalten und somit dem Abstieg entrinnen können.
Und mit Siegen gegen die Konkurrenz können wir ja auch helfen.

Hanno, nun bist du knapp ein Jahr beim SVM, fühlst du dich hier wohl?

Hanno:
Ich fühle mich mehr als wohl und bin froh, den Schritt gemacht zu haben. Sowohl fußballerisch als auch menschlich fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Das Zusammenwirken beider Seniorenmannschaften funktioniert meiner Meinung nach richtig gut. Und wenn man sieht, was drum herum für einen gemacht wird, hat man auch kein Grund zur Klage.

Dann muss ich dir noch eine letzte Frage stellen.
Wird der Name Johannes Krebs auch in der nächsten Saison auf dem Spielberichtsbogen des SV Morbach stehen?

Hanno:
Mit dem Studium komme ich langsam aber sicher auf die Zielgerade. So muss ich demnächst auch sehen, wie es beruflich mit mir weitergeht. Aber nebenbei werden hier natürlich schon Gespräche geführt, dass für mich nach einem Jahr Hunsrück nicht schon Ende ist.

Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling


© svmorbach2011

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