Teammanager Roland Fuhr
wird wieder Trainer

Hallo Roland,
du wirst den SVM verlassen und übernimmst den Trainerposten bei deinem Heimatverein DJK Morscheid.
War das eine Entscheidung des Herzens oder hat dich die Arbeit als Team-Manager beim SVM nicht ausgefüllt?

Roland:
Die DJK hatte mich schon vor der letzten Saison gefragt ob ich nicht einmal in Morscheid Trainer werden möchte. Doch damals hat mir Arno Michels den Job des Teammanagers angeboten und auch schmackhaft gemacht. Es war schon immer eine Stärke von mir zu organisieren und diese sollte ich bei Arno mit einbringen.
Doch als Arno uns verließ wurde einiges anders als es geplant war. Ich war irgendwie in meiner Tätigkeit eingeschnürt, da alle wichtigen Entscheidungen doch weitestgehend ohne mich entschieden wurden.
Sicher hatte ich noch einige andere Anfragen zu Trainerposten, doch hatte ich schon damals gesagt, wenn noch mal Trainer dann zuerst in Morscheid.

Ein Roland Fuhr macht aber keine halbe Sachen und geht den Job mit vollem Ernst an.
Mit Brad Noble holst du einen alten Bekannten als Betreuer mit und im Schlepptau auch dessen Sohn Sascha, der in der Bezirksliga nicht so richtig zum Zug kam.
Ein Neuaufbau in Morscheid scheint wohl dringend nötig zu sein?

Roland:
Ja das stimmt, Brad und Sascha werden mich nach Morscheid begleiten. Sascha hätte sich mit Sicherheit in der Bezirksliga durchgesetzt aber es fehlten ihm die nötigen Einsatzzeiten, was natürlich auch mit seiner Ausbildung zu tun hat und er nur selten zum Training kommen konnte.
Neuaufbau in Morscheid ist halt so wie fast überall, man muss lernen mit der Zeit zu gehen. Die DJK besitzt mit Sicherheit eine der schönsten Sportanlagen in der Umgebung
doch muss man halt auch sehen dass der Fußball sich weiter entwickelt, dieses wurde in den letzten Jahren einwenig schleifen gelassen.
Ich hoffe hier meinen Beitrag dazu beitragen zu können.

Könnte die DJK Morscheid ein Auffanglager für Talente werden, die den Sprung beim SVM noch nicht auf Anhieb schaffen?

Roland:
Dieses ist eine Überlegung wert. Wenn so etwas richtig angepackt wird, warum nicht.

Was hältst du denn davon, dass der SVM und die DJK ohnehin enger zusammen arbeiten sollten und vielleicht eine Art Kooperation eingehen könnten.
Schließlich waren wir beide es, die vor fast 20 Jahren die Vereine mit unserer Jugendfusion erstmals zusammen brachten und sich seither ein recht freundschaftliches Verhältnis zwischen beiden Vereinen gebildet hat.
Man könnte ja auch, wenn das überhaupt möglich wäre, eine gemeinsame Reservemannschaft ins Leben rufen.

Roland:
Auf Dauer gesehen muss jeder Verein sehen dass er über die Runden kommt. Aber eine Reservemannschaft zusammen wäre ein guter Anfang.

Zuletzt hatte es einige Unruhe in der JSG gegeben, was die fünfjährige, sehr gute Aufbauarbeit auf einen Schlag fast zerstört hätte.
Reizthema war natürlich und wird wohl auch in Zukunft bestimmt so sein, der älteste Jahrgang der A-Jugend.
Natürlich will jeder Verein von der guten Mannschaft profitieren, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Was ich damit meine, es können nicht alle Vereine gleichzeitig bzw. einer allein von einem guten Jahrgang profitieren.
Aber ich denke, wenn langfristig die gute Jugendarbeit fortgeführt wird, werden auf Dauer alle JSG-Vereine davon profitieren.
Oder wie siehst du das?

Roland:
Zu den A-Jugendspielern des älteren Jahrgangs kann ich nur sagen das es nicht geht,
A-Jugend Rheinlandliga zu spielen und gleichzeitig bei den Senioren auszuhelfen.
Daran müssen sich aber auch alle Vereine halten.
Das alle Vereine von einer guten Jugendarbeit profitieren können ist auch meine Meinung, aber “ALLE“ müssen auch fair miteinander umgehen.

Der Fußball in der EG Morbach hat ohnehin noch nie so gut dagestanden wie jetzt.
Neben den SVM-Teams in der Rheinland- und Bezirksliga, spielen in der neuen Saison noch drei weitere Mannschaften in der A-Klasse.
Dazu die A- und B Jugend in der Rheinlandliga, sowie die C Jugend in der Bezirksliga.
Da wäre für unsere nachrückenden Jugendspieler eine weitere Bezirkligamannschaft im Seniorenbereich sicher nicht schlecht.
Aber es gehört mehr dazu als nur eine gute Mannschaft zu haben.
Und nur drei “Bekloppte“ im Verein reichen sicher nicht aus um langfristig was aufzubauen?


Roland:
In der Bezirksliga zu spielen ist nicht einfach und sehr teuer. Ob sich dieses andere Vereine leisten können steht in den Sternen.

Dann wünsche ich dir bei deiner neuen Aufgabe viel Glück und weil ich dich sehr gut kenne,
weiß ich dass du nicht lange hinter den Anderen stehen möchtest.

Roland:
Sicher ist es mein Ziel die DJK wieder langfristig auf Augenhöhe der anderen EG-Vereine zu bringen.


Für das Gespräch bedankt sich Udo Greweling

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